ADHS-Diagnostik für Erwachsene
Ab sofort bieten wir eine strukturierte, leitlinienorientierte ADHS-Diagnostik für Erwachsene an.
Warum eine ADHS-Diagnostik sinnvoll sein kann
Für viele Erwachsene ist bereits eine sorgfältige diagnostische Abklärung ein wichtiger Schritt. Sie kann helfen, langjährige Fragen einzuordnen, Zusammenhänge zu verstehen und Erlebnisse rückblickend besser zu erklären. Diese Erkenntnis wird von vielen Betroffenen als entlastend und klärend erlebt – unabhängig davon, ob sich eine ADHS-Diagnose bestätigt oder nicht.
Nach aktuellem Kenntnisstand kann bei einem Teil erwachsener ADHS-Patient:innen eine ärztlich begleitete psychopharmakologische Behandlung zur Reduktion der Symptomatik beitragen. Ob ergänzend eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll ist, hängt von individuellen Faktoren wie dem Ausmaß der Beeinträchtigung und dem Vorliegen von Begleiterkrankungen ab.
Voraussetzung für jede weiterführende Behandlung ist in der Regel aber eine fachlich abgesicherte Diagnosestellung.
Vor diesem Hintergrund bieten wir eine strukturierte ADHS-Diagnostik für Erwachsene an, die eine fundierte Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen schaffen soll.
Was umfasst die ADHS-Diagnostik?
Die Diagnostik erfolgt mehrstufig und orientiert sich an aktuellen fachlichen Empfehlungen. Sie besteht (in Abhängkeit der Komplexität) in der Regel aus zwei Terminen sowie vorbereitenden Fragebögen.
Bestandteile:
- ein strukturiertes klinisches Interview (DIVA)
- standardisierte Fragebögen zur ADHS-Symptomatik (Selbst- und Fremdbeurteilung)
- eine retrospektive Erfassung der Kindheitssymptomatik
- ein breit angelegtes Screening psychischer Belastungen zur Differentialdiagnostik
- eine sorgfältige diagnostische Einordnung
- eine persönliche Rückmeldung der Ergebnisse
- ein schriftlicher diagnostischer Befund
Je nach individueller Situation kann zusätzlich eine hausärztliche oder fachärztliche Untersuchung erforderlich sein, um mögliche organische Ursachen (wie beispielsweise Schilddrüsenerkrankungen oder Vitamin- / Eisenmangel) der Symptomatik auszuschließen.
Ablauf:
- Vorab-Fragebögen: Nach der Terminvereinbarung erhalten Sie Fragebögen zur Vorbereitung.
- Diagnostisches Interview (ca. 100 Minuten): Ausführliche Anamnese und strukturierte Erfassung der ADHS-Symptomatik.
- Rückmeldung & Einordnung (ca. 50 Minuten): Besprechung der Ergebnisse und von Empfehlungen zum weiteren Vorgehen (z. B. Therapieoptionen, psychoedukative Aspekte) sowie Klärung offener Fragen
Welche Kosten kommen auf mich zu?
Für gesetzlich krankenversicherte Patient:innen erfolgt die Abrechnung gemäß den geltenden Bestimmungen über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).
Für privatversicherte Patient:innen, Beihilfeberechtigte sowie Selbstzahler:innen erfolgt die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Psychotherapeut:innen (GOP). Nicht ausdrücklich in der GOP aufgeführte diagnostische Leistungen werden – entsprechend den gesetzlichen Vorgaben – analog berechnet.
Bitte beachten Sie dabei, dass private Krankenversicherungen und Beihilfestellen Leistungen häufig nur bis zum sogenannten Regelsteigerungssatz (2,3-fach) erstatten. Da die diagnostische Abklärung einer ADHS im Erwachsenenalter häufig mit einem erhöhten zeitlichen und inhaltlichen Aufwand verbunden ist, wird in der Regel der 3,0-fache Steigerungssatz zugrunde gelegt. Eine vollständige Kostenerstattung kann daher nicht garantiert werden. Etwaige Differenzen zwischen dem Rechnungsbetrag und der Erstattung sind selbst zu tragen.
Anmeldung
Wenn Sie Interesse an einer ADHS-Diagnostik haben, melden Sie sich gerne per E-Mail.
Sollte kein zeitnaher Termin verfügbar sein, setzen wir Sie gerne auf unsere Warteliste und melden uns, sobald ein Termin frei wird.
Die ADHS-Diagnostik erfolgt unabhängig von einer psychotherapeutischen Behandlung.
Ein Therapieplatz kann aus Kapazitätsgründen im Anschluss nicht garantiert werden.